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das_eckernfoerder_platt

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das_eckernfoerder_platt [2026/09/07 18:53] – [Eine Stimme aus der Vergangenheit] martindas_eckernfoerder_platt [2026/09/07 19:00] (aktuell) – martin
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 Es ist ein Wort, das Fiete fast nie geschrieben, aber oft gesagt hat. Und mein Opa hat es dermaßen oft gebraucht, dass „düsse dorige Schietkrom“ sogar die ersten plattdeutschen Wörter waren, die ich als Kind sprechen konnte! Da ich es ausschließlich von Eckernfördern kenne, halte ich es ebenfalls für eine lokale Besonderheit. Es ist ein Wort, das Fiete fast nie geschrieben, aber oft gesagt hat. Und mein Opa hat es dermaßen oft gebraucht, dass „düsse dorige Schietkrom“ sogar die ersten plattdeutschen Wörter waren, die ich als Kind sprechen konnte! Da ich es ausschließlich von Eckernfördern kenne, halte ich es ebenfalls für eine lokale Besonderheit.
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 +{{youtube>CFzw3cAoRb8|rzrtzrt}}
 +//Mein Großvater Franz Mahrt schnackt Platt//
  
 Aber … was genau bedeutet es nun eigentlich? Hier ein paar Beispiele für seinen Gebrauch: Aber … was genau bedeutet es nun eigentlich? Hier ein paar Beispiele für seinen Gebrauch:
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 Fest steht: Es handelt sich um die Adjektivform des Adverbs „dor“, des plattdeutschen Wortes für „da“. Und allein das ist schon kurios, denn im Hochdeutschen existiert keine entsprechende Adjektivbildung – es gibt zwar „hiesig“ zu „hier“, aber kein „daig“ zu „da“. Die nächstliegende Entsprechung wäre „dortig“, das jedoch ganz anders gebraucht wird als „dore“. Fest steht: Es handelt sich um die Adjektivform des Adverbs „dor“, des plattdeutschen Wortes für „da“. Und allein das ist schon kurios, denn im Hochdeutschen existiert keine entsprechende Adjektivbildung – es gibt zwar „hiesig“ zu „hier“, aber kein „daig“ zu „da“. Die nächstliegende Entsprechung wäre „dortig“, das jedoch ganz anders gebraucht wird als „dore“.
  
-„Dore“ bzw. „dorige“ drückt schlicht und ergreifend Distanz aus. Sowohl zeitlich („de dore Tied“) als auch emotional („de dore Krom“). Und somit fungiert „dore“ auch als Schimpfwort, mit dem man alles markiert, das man schlecht findet und womit man nichts zu tun haben will. Die ehrlichste hochdeutsche Übersetzung wäre also in den meisten Fällen „scheiß“ – das ja ebenfalls ein Wort ist, das oft gesagt, aber selten geschrieben wird.+„Dore“ bzw. „dorige“ drückt schlicht und ergreifend Distanz aus. Sowohl zeitlich („de dore Tied“) als auch emotional („de dore Krom“). Und somit fungiert „dore“ auch als Schimpfwort, mit dem man alles markiert, das man schlecht findet und womit man nichts zu tun haben will. 
  
 ===== Eine Stimme aus der Vergangenheit ===== ===== Eine Stimme aus der Vergangenheit =====
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